Auf der Fahrt nach Washington habe ich eine Schweizerin, namens Evelin, und eine Hamburgerin, namens Sabine, kennengelernt. Wir haben uns dann auch zusammen mit Anna, einer Brasilianerin, die ich schon vom New York Trip kannte, unser tolles Zimmer geteilt. Über die Grenze ging es dieses Mal sehr schnell, da die meisten schon das grüne Kärtchen hatten – keine Fotos und Fingerabdrücke mehr. Aber sie wussten gleich, dass ich gerad erst letztes Wochenende in den Staaten war, uiui. Zum Frühstück muss ich wohl nichts mehr sagen außer – lecker! Das konnten wir sogar gleich am Samstag genießen, obwohl wir erst ab Samstag zwei Nächte gebucht hatten. Das Glück war auf unserer Seite und wir konnten direkt um 8 Uhr morgens einchecken und sofort ran ans Frühstücksbuffet. Ein perfekter Start. Danach ging es gleich bei strahlendem Sonnenschein durch das Regierungsviertel: Abraham Lincoln Memorial, Vietnam Wall, Washington Monument, das Weiße Haus… Nachmittags hatten wir ein wenig Zeit für uns und ich bin mit Anna durch die Straßen gezogen. Haben uns die Häuser angesehen, wo Lincoln erschossen wurde und gestorben ist. Auf der Suche nach einer Briefmarke für eine Postkarte, die leider erfolglos blieb, sind wir am alten Postgebäude vorbei gekommen. Dieses ist heute mehr eine Imbiss-Meile mit Unterhaltung und Souvenirshops. Hier hatten wir dann unsere Mittagspause verbracht. Zu unserer Überraschung konnten wir kostenfrei mit dem Fahrstuhl auf das Dach des Gebäudes und hatten so einen Blick über Washington. Wenn das Outlet nicht wäre, hätte ich kaum Geld ausgegeben, das hier so ziemlich alles kostenfrei ist, wie auch die Museen. Wir hatten uns dabei für das National Museum of American History und das National Museum of Natural Museum entschieden. Beim ersten konnten wir sowas sehen, wie zum Beispiel die Entwicklung der Pille oder des US-Dollars. Außerdem gab es die First Lady Kleider zum Amtsantritt in voller Pracht u.v.m. Im zweiten Museum ging es mehr um Skelette, Mineralien u. Ä. Unser Abendessen hatten wir dann in Georgetown, einem Szeneviertel zum Shoppen und Essen. Die traditionellen Restaurants waren leider total überfüllt und wir wollten nicht zwei Stunden auf einen Tisch warten, also ging es in ein schlichtes italienisches Restaurant, wo es lecker Pizza gab. Da die Pizza am Nachbartisch so lecker aussah, habe ich nach deren Namen gefragt und das war für die Dame die Einladung mit uns zu quatschen. Sie hat gerade ein deutsches Au-pair bei sich, was natürlich zufälligerweise auch aus Deutschland kommt… Abends sind wir dann ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen wieder um halb neun startklar auf der Matte zu stehen. Es standen wieder einige Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, diesmal leider bei etwas grauen Wetter: Pentagon, Capital Building, Library of Congress, Arlington National Cemetery – dem Friedhof auf dem auch Kennedy mit Frau begraben liegt. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und so bin ich in die Fashion Mall, um einzukaufen. Abends haben wir uns dann einige Sehenswürdigkeiten bei Nacht angesehen, da diese teilweise sehr schick beleuchtet werden. Montag ging es dann den langen Weg (über 820 km!) zurück, mit einen Stopp bei einem Outlet in Pennsylvania, was dieses Mal noch besser was als das von New York. An der Grenze haben sie mir gleich das grüne Kärtchen rausgerissen, als ich meinte, ich fliege am Samstag zurück. Mittlerweile bin ich ziemlich am Ende mit meinen Kräften und freue mich auf zu Hause, mein Bett und deutsches Essen. Heute habe ich mir noch kurz den kanadischen Walk of Fame angesehen. Er ist dem amerikanischen nachgeahmt und bildet kanadische Stars wie Celine Dion oder Bryan Adams ab. Diese Woche werde ich vielleicht noch einmal ins Kino, am Donnerstag treff ich mich zum Abschiedsdinner mit den deutschen Mädels, ein paar Souvenirs müssen noch her und dann soll es das auch so ziemlich gewesen sein…